In einem immer größeren Maße stellt sich neben den Anforderungen aus dem Design, der Bauteilbelastung und der Verfahrenstechnik auch die Fragestellung nach den strömungsmechanischen Eigenschaften der zu entwickelnden kunststofftechnischen Produkte. Dies ist zum Beispiel für Produkte aus dem Automobilbau, der Hausgerätetechnik oder der Medizintechnik relevant.
Unsere Strömungstechniker nutzen die numerische Strömungssimulation (
Computational Fluid Dynamics) in der Produktentwicklung zur Vorhersage der strömungstechnischen Eigenschaften von Bauteilen. Der Einsatz von CFD gestattet es, komplexe Strömungsprobleme in einer frühen Entwicklungsphase zu untersuchen und aus den gewonnenen Erkenntnissen konstruktive Lösungen abzuleiten.
In der Praxis werden bei M.TEC Strömungsmessungen u.a. mit Hilfe der Messtechnik
Multi.HFM durchgeführt.
Das Multi.HFM erlaubt direkt und gleichzeitig 16 (optional bis zu 32) Luftmassenströme zu messen und bietet damit eine einzigartige Kombination aus hoher Messgenauigkeit und einfachster Handhabung.
Die neu entwickelte Messtechnik lässt sich universell überall da einsetzen, wo mehrere Luftmassenströme gleichzeitig gemessen werden sollen. Dies kann an einem Prüfstand oder im mobilen Einsatz sein.
Weltweit setzen Automobilhersteller, namhafte PKW-Systemlieferanten und Hersteller von Klimaanlagen das Multi.HFM erfolgreich ein.
Darüber hinaus setzen wir die
Particle-Image-Velocimetry (PIV) Methode, ein optisches Verfahren zur Vermessung eines Strömungsfeldes ein. Dabei wird Mittels einer Lichtschnittoptik ein gepulster Laser zu einer Lichtebene aufgespannt. Die Strömung wird mit winzigen Partikeln geimpft, die im Laserblitz aufleuchten. Mit einer speziellen Digitalkamera werden in kurzem Zeitabstand (im Millisekundenbereich) zwei Bilder aufgenommen. Der Messrechner wertet die Partikelbewegungen aus und ermittelt so die Strömungsgeschwindigkeiten innerhalb der Messebene.
Bei PIV handelt es sich um ein optisches Messverfahren, d.h. die Strömung wird während der Messung nicht gestört. PIV erfordert eine optische Zugänglichkeit zum Messbereich (Fensterbereiche, transparente Bauteile).
Das Verfahren ermöglicht die Momentaufnahme einer Strömung und eine zeitnahe Auswertung des Strömungsfeldes in einem ebenen Bereich.
Die Messtechnik eignet sich für Bauteile mit strömungstechnischem Charakter, u.a. für Produkte aus der Klimatisierung (z.B. Seiten- und Mitteldüsen im Fahrzeug), Hausgeräte (z.B. Trockner, Staubsauger, Föhn) oder im Bereich der Aerodynamik (z.B. Fahrzeugumströmung im Windkanal).
PIV in der Praxis: Strömungsmessungen an einer Mitteldüse